Maracas Wasserfall

Da ich unbedingt auch einen Wasserfall in Trinidad sehen wollte, fragte Jevvon einen seiner Freunde, der in der Nähe des Maracas Waterfall wohnt, ob er uns dorthin führen könnte. Dieser Wasserfall liegt in den Ausläufern des El Tucuche, des zweit höchsten Berg Trinidads (936m). Um dorthin zu kommen muss man zuerst eine äußerst steile, äußerst holprige, mit 1000 Löchern und kleinen Hügeln versehene Straße (in Österreich würde man das längst nicht mehr Straße nennen) hinauffahren, um zu dem für die Wasserfall Besucher vorgesehenen Parkplatz zu kommen. Wenn man keinen Jeep hat und kein geübter Fahrer ist, kann ich allerdings keinem empfehlen, hier selber raufzufahren. Besser man lässt sich hinbringen oder geht, weil das war wirklich die schlechteste Straße, die ich jemals in Trinidad gesehen habe, und es gibt einige schlechte Straßen. Der Pfad zum Wasserfall geht direkt vom Parkplatz los, wobei man die ganze Zeit von dichtem Wald umgeben ist. Der Weg ist etwas steil und aufgrund der vielen, oft nassen Steine, die man überqueren muss, etwas rutschig, aber ansonsten auf jeden Fall bewältigbar. Unser „Tourguide“ ging geübt und sicher mit Flip Flops den Waldweg hinauf, was ich nur bewundern konnte, da ich mit meinen Sneakers schon manchmal sehr aufpassen musste, nicht auszurutschen. Jevvon erklärte mir, dass sie es gewohnt sind, auf solchen Wegen zu gehen und von klein auf machen und daher nie hinfallen. Nach einigen prahlerischen Sprints über rutschige Steine hinweg fiel er allerdings trotz aller Übung auf seinen Hintern. Tja.

Ansonsten ist der ca. 30 minütige Weg zum Wasserfall auf jeden Fall ein Erlebnis. Die Natur ist wunderschön, man sieht riesengroße, blaue Schmetterlinge, braune Waldkrabben, bunte Blumen, Muskatnuss-Bäume, und viele andere, uns Europäern unbekannte Naturphänomene. Nur ein Mosquito-Spray wäre empfehlenswert gewesen, aber ich habe auch schon ärgere Mosquito-Angriffe in der Karibik erlebt. Beim Wasserfall angekommen, kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Die Wasserfälle, die ich aus Jamaica kannte, waren ganz anders und mit so etwas Mächtigem hatte ich einfach nicht gerechnet. Der Maracas Wasserfall ist mit seinen 91,5 Metern der höchste Wasserfall Trinidads und atemberaubend schön. Die ganze Kulisse hat etwas Magisches und Fesselndes. Seht selbst: 

 

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Baden kann man hier leider nicht, aber wenn man beim Rückweg eine andere Abzweigung nimmt, kommt man zu einem Becken, das vom Wasserfall mit Wasser befüllt wird. Das Wasser ist zwar etwas erfrischend, aber auch hier ist es wahnsinnig schön. Mir war vorher gar nicht so deutlich bewusst, wie perfekt die Natur von sich selber aus schon ist. 

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Mir hat unser Ausflug zum Wasserfall sehr gefallen und ich kann es nur weiter empfehlen. Anders als die Wasserfälle, die ich aus Jamaica kenne, muss kein Eintritt gezahlt werden, und bis auf ein paar Krabbenjäger, Muskatnusssammler und einem Touristen mit Führer begegneten wir niemanden. Wir hatten den Wasserfall für uns alleine. Es handelt sich hier also um keine überfüllte, überteuerte Touristenattraktion und das liebe ich daran. 

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